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Golf und Natur

Airport Golf Hahn GmbH als Naturschützer mit Silber-Zertifikat ausgezeichnet
Hahn-Flughafen, 16. November 2012

 

Der bewusste, nachhaltige Umgang mit Natur und Umwelt wird zunehmend ein Standard für modern geführte Golfanlagen, wie die Airport Golf Hahn GmbH, die direkt am Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz ansässig ist.

 

Nach Erfüllung der Basisanforderungen, erhielt die mehrfach ausgezeichnete Airport Golf Hahn GmbH 2011 das "Golf & Natur" Bronze-Zertifikat. Nun ist ein Jahr vergangen und durch zusätzliche naturverbundene Projekte hat die Airport Golf Hahn GmbH weitere "Golf & Natur" Ansprüche erfüllt, und bekam am 16. November 2012 das Silber-Zertifikat von Dr. Gunther Hardt, dem Vorsitzenden des Ausschusses Umwelt und Platzpflege des Deutschen Golf Verband e.V. (DGV), überreicht.

 

Im Rahmen unseres neuen Sicherheitskonzeptes, erläuterte Adriaan A. Straten, geschäftsführender Gesellschafter der Airport Golf Hahn GmbH, haben wir eine Rettungsübung gemeinsam mit dem Deutsches Rotes Kreuz (DRK) durchgeführt, da dies eine der Maßnahmen im Rahmen des "Golf und Natur" Projektes ist, um die silberne Auszeichnung zu erhalten. "Das wurde in dieser Form noch nie auf einer Golfanlage im Rhein-Hunsrück Kreis gemacht", so Martin Maser, Kreisgeschäftsführer DRK Kreisverband Rhein-Hunsrück e.V., der sich von einem reibungslosen Übungsverlauf überzeugen konnte.

 

Hierzu Adriaan A. Straten, der als Berater auch für andere Golfanlagen tätig ist: "Das Team der Airport Golf Hahn GmbH ist stolz und glücklich über diese Auszeichnung. Damit gehören wir zu dem Kreis von nur 19 Golfanlagen in Deutschland, die mit Silber zertifiziert sind. Weiterhin konnte damit unter Beweis gestellt werden, dass eine modern geführte Golfanlage wie Airport Golf Hahn, nachhaltig und unter Berücksichtigung sozialer, ökonomischer und ökologischer Aspekte, betrieben werden kann. Der Vorteil liegt nicht nur in der Verbesserung der Golfanlage für unsere Nutzungsberechtigten und Gäste, sondern auch in der Bewahrung der Natur und der Sicherung von bestehenden und der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen." >

 

Zum Thema Naturschutz auf Golfanlagen stellt Thomas Graner, Stellvertretender Präsident Bundesamt für Naturschutz (BfN), fest, dass "die Flächen zwischen den Spielbahnen, die durchschnittlich mehr als 50 Prozent der Gesamtfläche ausmachen, große Chancen und Potenziale für Naturschutzmaßnahmen bieten. So kann durch die Anlage von naturnahen Landschaftselementen (zum Beispiel Hecken, Teichen, Streuobstwiesen, artenreichen Wiesen) und ein gezieltes Biotopmanagement die Artenvielfalt erhöht werden." Personen, die sich in Golf und Natur engagieren, können sich zu den 18% der deutschen Bevölkerung zählen, die sich in Naturschutz engagieren, ergo Naturschützer sind.

 

Bildunterschrift:
v.l.n.r.: M. Huck und J. Schreiner (Rettungsassistenten DRK) Bodo Rüdiger (DQS), Martin Maser (Kreisgeschäftsführer DRK), Adriaan A. Straten (Geschäftsführender Gesellschafter Airport Golf Hahn), Stefan Hachenberg (Head-Greenkeeper), Olga Hafner (Airport Golf Hahn GmbH), Dieter Kückens (ö.b.u.V. Sachverständiger Rasenpflege), Nikolai Purgin (Platzarbeiter), Günter Simon (Greenkeeper), Dr. Gunther Hardt (Vorsitzender DGV-Ausschuss Umwelt und Platzpflege)
© Adriaan Alexander Straten 11/2012

 


 

Golf und Natur

Vorsitzender des Ausschusses Umwelt und Platzpflege des Deutschen Golf Verband e.V. (DGV) zeichnet Airport Golf Hahn GmbH mit dem Bronze-Zertifikat "Golf und Natur" aus.


Die Auszeichnung erhält die Airport Golf Hahn GmbH für die Erfüllung der vereinbarten Maßnahmen und ihr Engagement im DGV-Umweltprogramm.


Der bewusste, nachhaltige Umgang mit Natur und Umwelt wird mehr und mehr zu einem Standard für deutsche Golfanlagen. Dazu gehören auch modern geführte Golfanlagen wie die Airport Golf Hahn GmbH (AGH), die direkt am Flughafen Hahn in Rheinland-Pfalz ansässig ist. Deshalb hat sich die AGH in 2010 zur Teilnahme am Umweltprogramm "Golf und Natur" des Deutschen Golf Verbands entschieden, und durch das große Engagement das Bronze-Zertifikat erreicht.


Zum Einstieg in das Umwelt- und Qualitätsmanagementprogramm ermittelt zunächst jede teilnehmende Golfanlage ihren "Ist-Zustand", und stellt sich dann individuellen Aufgaben zur Verbesserung der Qualität und des Umweltschutzes. Natürlich ist auch die weitere Umsetzung eines Qualitätsprogramms mit Arbeit verbunden: aus der Bestandsaufnahme folgt ein Entwicklungsplan, der für die Golfanlage eine Anzahl individueller umweltverträglicher Maßnahmen festlegt. Erfüllt die Anlage innerhalb eines fest gesetzten Zeitraumes zusätzlich mindestens 15 der insgesamt 25 genannten Basisanforderungen, so qualifiziert sie sich für das Zertifikat in Bronze.

Der Geschäftsführende Gesellschafter der Airport Golf Hahn GmbH, Adriaan A. Straten, hat sich mit Head-Greenkeeper Stefan Hachenberg, dem Greenkeeping-Team und Golfplatzpflegexperten Dieter Kückens dafür eingesetzt, den Einklang zwischen Golf und Umwelt auf der Golfanlage Hahn zu perfektionieren.


An der Verleihung hat der Geschäftsführer des Regionalrat Wirtschaft Rhein Hunsrück e.V., Dipl.-Geograph Achim Kistner teilgenommen.


Im Zuge dieser Zertifizierungsperiode wurden Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gemäß den gesetzlichen Anforderungen umgesetzt.

Von diesen Maßnahmen profitiert der lokale Umweltschutz, und für Golfspieler erhöht sich der Naturgenuss, wenn sie mehr und mehr über die vorhandene Flora und Fauna informiert werden. In haftungsrelevanten Bereichen, z.B. bei den Kriterien zur Sicherheit am Arbeitsplatz, sinken bei konsequenter Umsetzung auch die Risiken der Unfallgefahr. Durch die Teilnahme an "Golf und Natur" ist die Golfanlage der Airport Golf Hahn GmbH insgesamt gut für die kommenden Anforderungen bei Betrieb und Pflege einer Golfanlage aufgestellt.


Daher hat Dr. Gunther Hardt, Vorsitzender des DGV-Ausschusses Umwelt und Platzpflege, die Airport Golf Hahn GmbH für die Erfüllung der vereinbarten Maßnahmen und ihr Engagement im DGV-Umweltprogramm mit dem Bronze-Zertifikat "Golf und Natur" ausgezeichnet.


Auf dem Bild von links nach rechts: Dipl.-Geograph Achim Kistner (Geschäftsführer Regionalrat Wirtschaft Rhein Hunsrück e.V.), Greenkeeper Tobias Adam und Günter Simon, Dieter Kückens (ö.b.u.V. Sachverständiger Rasenpflege), Adriaan A. Straten (Geschäftsführer Airport Golf Hahn GmbH), Stefan Hachenberg (Head-Greenkeeper), Dr. Gunther Hardt (Vorsitzender DGV-Ausschuss Umwelt und Platzpflege)

 


 

DGV-Umweltprogramm "Golf und Natur" – auch Airport Golf Hahn ist dabei!


"Golf und Natur" – ein starkes Stück Umwelt. So überschreibt der Deutsche Golf Verband sein Konzept, das besonders naturnahe Golfplätze mit einem Zertifikat auszeichnet.


Das DGV-Umweltprogramm ist eine Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Greenkeeper Verband Deutschland (GVD) und der Rasen-Fachstelle der Universität Hohenheim, die das Ganze wissenschaftlich begleitet.


Das Programm zielt darauf ab, optimale Bedingungen für den Golfsport mit dem größtmöglichen Schutz von Natur zu verbinden. Dabei werden nicht nur rein ökologische Aspekte berücksichtigt, sondern auch die Punkte Ablauf des Spielbetriebs, Arbeitsumfelder, Öffentlichkeitsarbeit und Pflege des Golfplatzes.


"Golf und Natur" bietet die Chance, im Rahmen einer mehrjährigen Planung sowohl die Umwelt als auch die pflegerischen Gegebenheiten zu erfassen und in planbaren Schritten zu verbessern. Da sich Umweltverbesserungen oft nicht kurzfristig einstellen, ist für die Umsetzung ein Zeitraum von mindestens zwei Jahren vorgesehen. Airport Golf Hahn GmbH hat im Programm zunächst das Bronze-Zertifikat am 15.09.2011 erhalten und arbeitet nun daran, in den Silber-Rang aufzusteigen. Erste Projekte 2011 auf der Golfanlage Hahn


 


 

Was bedeutet "Aerifizieren"?


Viele verschiedene Arbeitsgänge verbergen sich hinter dem Wort Aerifizieren. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei unterschiedliche Maßnahmen, je nachdem Bodenmaterialien entnommen werden oder nur Löcher gestochen werden.


Beim hollow coring/ drill and fill/ graden/ verti-drain (Hohlspoons) wird Filz, Sand und/oder Humus entfernt, während beim Stacheln/ Spiken / Schlitzen/ pencil tines/ verti quake/ verti-drain (Vollspoons)/ hydroject keine Bodenmaterialien entnommen werden. Dennoch versteht man unter all diesen Arbeitsschritten das Belüften des Bodens, also Aerifizieren.


Der Bodenverdichtung entgegen wirken
Beim hollow coring werden bis zu 9 cm tiefe und bis zu 2 cm dicke Löcher in die Rasenfläche gestochen und dabei wird ein "Stöpsel" (core) entfernt. Die Löcher werden anschließend mit reinem Sand und/oder einem Sandgemisch aus Sand und Bodenhilfsstoffen, wie z. B. Algen befüllt. Durch diesen Vorgang wird die Bodenverdichtung aufgebrochen, es erfolgt ein Gasaustausch, der das Bodenleben der aeroben Bakterien und das Rasenwachstum fördert.


Für eine feste, ebene Spielfläche
Im Anschluss daran kann eine Nachsaat mit oder ohne Bodenhilfsstoff/ Düngung durchgeführt werden. Normalerweise wird auf Golfgrüns die Gesamtfläche nach dem Aerifizieren nachgesandet, eingeebnet, gewalzt und abgeschleppt. Das Aerifizieren wird meist vor einem saisonalen Wachstumsschub des Rasens durchgeführt, also April/Mai, ab Mitte August und/oder am Saisonende. Je nach Boden und Klimaverhältnissen bzw. bedingt durch den Spielbetrieb können Zeitpunkt und Häufigkeit auch variieren.


Möglichst wenig Einfluss auf den Spielbetrieb
Bei der zweiten Variante, dem so genannten Stacheln/ Spiken/ Schlitzen/ pencil tines/ hydroject, werden kleine Löcher in den Boden gestochen und ein Nachsanden ist nicht immer notwendig. Dies kann das ganze Jahr über – außer bei Schnee und Frost - durchgeführt werden, ohne dass großer Einfluss auf den Spielbetrieb genommen wird. Ein verwandter Arbeitsgang ist das Vertikutieren. Wenn größere Werkzeuge eingesetzt werden, z. B. beim verti –drain/ Verti quake, hat das den Vorteil, dass die Bodenverdichtung verringert und Staunässe beseitigt/ vermieden wird. Der Nachteil hierbei ist, dass diese Maßnahme den meisten Einfluss auf den Spielbetrieb hat und daher oft erst am Ende der Spielsaison durchgeführt wird.


Vertikutierarbeiten auf den Grüns
Unter Vertikutieren versteht man das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche, um Filz (altes Schnittgut) und Moos zu entfernen und die Belüftung des Bodens zu fördern. Der ursprünglich englische Ausdruck ist aus den Wörtern vertical and to cut zusammengesetzt. Während des Sommers sammeln sich zwischen den Gräsern Mäh- und Pflanzenreste. So verfilzt mit der Zeit die Oberfläche - der Boden dichtet ab, Wasser und Luft und Nährstoffe gelangen nicht mehr an die Rasenwurzeln. Die Graspflanzen wachsen schlechter, und die Rasenfläche sieht krank und ungepflegt aus.
Der erste Vertikutiergang ist im Frühjahr zwischen Mitte April und Anfang Mai zu empfehlen, da der Rasen nach dieser Zeit regenerationsfähig ist und die Oberfläche schnell wieder zuwächst.
Der Boden wird dabei millimetertief durch scharfe, versetzt angeordnete Messerscheiben durch die sog. Graden Backfill Maschine eingeschnitten. Der unerwünschte Rasenfilz und abgestorbene Gräser werden aus dem Boden gerissen. "Backfill" bedeutet, dass in einem Vorgang der Boden im Anschluss an das Vertikutieren besandet wird.

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